Weil man nicht kann, was man nicht übt!

Dichte Rauchwolken quellen aus dem Eingang des Einrichtungshauses, aus dem Hintereingang und der Ladezone schlagen den zahlreichen Feuerwehrleuten Flammen entgegen. Mehrere Lösch- und Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr sind strategisch um das in Flammen stehende Einrichtungshaus an der Bad Marienberger Straße in Nauroth verteilt. Zahlreiche Feuerwehrleute kämpfen mit schwerem Gerät, unzähligen Schläuchen und mit vollem Körpereinsatz gegen die aufziehende Katastrophe. Ein Horrorszenario.

Was ein wenig erstaunt, ist die Gelassenheit der vielen Schaulustigen, denen der Ernst der Lage nicht bewusst zu sein scheint. Und noch etwas fällt auf: die Feuerwehrleute wirken in der Mehrzahl recht jung und mitunter etwas klein. Kein Wunder, handelt es sich doch um die Mitglieder der Jugendfeuerwehren aus Elkenroth, Steinebach, Kausen und Rosenheim, die hier unter Anleitung und Aufsicht ihrer Ausbilder an diesem Samstag, den 26. September den Ernstfall proben. Als ein geeignetes Objekt für diese Großübung gesucht wurde, erklärte sich die Geschäftsführung des Einrichtungshauses Kranz sofort bereit, das Gebäude und das Betriebsgelände zur Verfügung zu stellen.

Und es war beeindruckend mitanzusehen, mit wieviel Begeisterung, aber auch bereits sichtbarer Professionalität die neuen Floriansjünger zu Werke gingen. Das blieb auch Natascha Brenner aus der Geschäftsführung nicht verborgen: „Man muss den Hut ziehen vor diesem ehrenamtlichen Engagement, das ja im Ernstfall oftmals nicht ungefährlich ist.“ Darum habe man auch keine Sekunde gezögert, die Sache zu unterstützen.

Die Wichtigkeit solcher Übungen sei nicht zu unterschätzen, betonten auch die zahlreichen Ausbilder, die mit der Einsatzbereitschaft und Effizienz der ca. 60 Kinder und Jugendlichen mehr als zufrieden waren. Und auch Natascha Brenner ist überzeugt, dass die Feuerwehren der Region für den Ernstfall und die Zukunft bestens gerüstet sind.